Die besten Wanderrouten in Europa

In Deutschland:

Einer der beliebtesten Wanderwege Deutschlands ist die Malerweg-Route im Elbsandsteingebirge. (photo taken by Iven Eissner / www.gipfelbuch.de)

Die Bezeichnung rührt von der Historie her, als die Künstler auf dem Weg von Dresden in die Sächsische Schweiz meist dieselbe Route wählten. Die Urwüchsigkeit, das wildromantische Gebirge an der Elbe, sagenumwobenes Land zwischen der Residenzstadt bis weit über die Grenze zu Tschechien, hat seit Jahrhunderten bis in die heutige Zeit nichts an ihrem Reiz verloren.

Die Malerweg-Route ist 112 Kilometer lang, die einzelnen Etappen zwischen 11 und 16 Kilometer. Er beginnt in Pirna-Liebethal und schlängelt sich durch den Nationalpark an der rechten Elb-Uferseite bis zur Grenze Tschechiens und führt auf der anderen Seite über die fünf Tafelberge zurück nach Pirna.

Wanderschilder mit dem schwarzen „M“ auf weißem Grund oder die Bezeichnung „Malerweg“ weisen dem Wanderer die Richtung. Ein roter Punkt neben dem „M“ kennzeichnet die ursprüngliche historische Route.

Die Etappen sind unterschiedlich anspruchsvoll. Kondition, Trittsicherheit, festes Schuhwerk, Rucksack, Verpflegung, Regenbekleidung sind die Basisausstattung. Der Malerweg ist wanderfreundlich. Anfangs- und Endpunkte der einzelnen Abschnitte gewährleisten den Anschluss zu öffentlichen Verkehrsmitteln.

Übernachtungsmöglichkeiten, Verpflegungspakete, Gepäcktransfer bieten Gastgeber auf dieser Tour an. In Gaststätten erhält der Wanderer warme Mahlzeiten.

Für diese Malerweg-Tour bietet sich ein Ausgangsquartier an, da diese Region verkehrstechnisch sehr gut erschlossen ist.

Für PKW Reisende stehen Langzeitparkplätze in Pirna zur Verfügung.

Das „Wandern ohne Gepäck“ wird unterstützt und kann über den Tourismusverband gebucht werden. Nähere Informationen unter saechsische-schweiz.de

 

In Italien:

Die Berge der Ortlergruppe um Sulden, Trafoi, Gomagoi sind ein Eldorado für Bergwanderer und Bergsteiger. Die Schönheiten dieser Berglandschaft wird jedem bewusst, der sich in die Welt vom „König Ortler“ (höchster Berg der Ostalpen, 3905 m) begibt.

Der Suldener Höhenweg – ein Paradeweg

Als eine etwa 6-stündige Tagestour führt dieser Höhenweg an den Ortler-Wänden entlang und bietet grandiose Ausblicke, die kein Wanderer versäumen sollte.

Von der Alten Kirche in Sulden (1844 m) geht es auf dem gemütlichen Weg 4 durch den Nationalpark zur Tabaretta-Hütte in 2556 Metern Höhe. Vorsicht ist in der Schuttwüste der Marltmoräne geboten, denn immer wieder fallen darin Steine und gleiten über schmutziges Toteis. In etwa 2 Stunden Aufstieg ist dieser Wegabschnitt geschafft. Dort kann sich der Wanderer auf der Terrasse der bewirtschafteten Hütte an der typischen Tiroler Kost stärken und den Anblick der Ortler-Nordwand, den Ausblick auf das Berg-Panorama genießen.

Über den Querweg zum Langenstein an der Sesselliftstation, Weg 10 zur K2-Hütte (3 Stunden), weiter auf Weg 3 zur Hintergrathütte (2330 m) um über Nummer 2 zur Mittelstation Sulden-Seilbahn zu gelangen. Es ist ein grandioser, gut ausgebauter Gebirgs-Höhenweg, der Trittsicherheit, Bergschuhe erfordert und mit Landschafts-Höhepunkten belohnt.

 

In Frankreich:

Der Jakobsweg im Zeichen der Muschel

Viele Wanderer haben für sich das Pilgern entdeckt und möchten zu sich selbst finden. Der Jakobsweg (Apostel Jakobus, ein Jünger Jesu) ist Anziehungspunkt für viele, die nach Spanien, zu der besonderen Stätte, dem Grab des Apostels Jakobus in Santiago de Compostella pilgern wollen.

Der Wanderweg führt von den Pyrenäen als europäische Kultur-Route bis nach Galicien.

Eine der vier wichtigsten Jakobsrouten dieses Hauptweges ist von Perl über Metz nach Vezelay. Seen, Flüsse, Weinberge, verträumte Dörfer und historische Orte wie die Basilika St. Maria Magdalena in Vezelay, begegnen dem Wanderer auf diesem Fernwanderweg nach Nordspanien. Weiler, Winzerstätten und viele Einkehrmöglichkeiten lassen diese Tour zu einem besonderen Erlebnis werden.

Detaillierte Streckenbeschreibungen, einen virtuellen Flug über diesen Weg lassen sich unter fernreisen.de finden und bei Google Earth nachempfinden.

 

In Spanien:

Wanderweg auf Mallorca

An der nordöstlichen Steilküste der Balearen-Insel erstreckt sich ein etwa 60 Kilometer langer Gebirgszug, die Serra Tramuntana. Tiefe Gebirgsschluchten, weite Täler, Dorf-Idyllen präsentieren sich dem Wanderfreund. Dem Gipfelstürmer bieten sich Berge bis zu 1450 Meter. In den Monaten zwischen Oktober und Mai ist die angenehmste Zeit für Wandertouren auf Mallorca. Die Mandelblüte im Februar zu sehen, ist eine besondere Naturschönheit.

Die Wanderung zum „Heiligen Berg“ Mallorcas, dem 542 Meter hohen Puig de Randa, wird nicht nur für Geschichtsinteressierte ein Erlebnis sein, wenn sie die 3 Klöster besichtigen können sondern es bietet sich ein beeindruckender Ausblick von diesem Tafelberg über die mallorquinischen Ebenen mit seiner Naturvielfalt. Bei klarem Wetter kann der Blick bis nach Palma de Mallorca reichen.

 

In der Schweiz:

Panorama-Höhenweg im Unterengadin

Als leichte Familientour von etwa 4 Stunden Gehzeit pro Tag, kann der 60 Kilometer lange Panoramaweg an der Silvretta- und Samnaun-Gruppe bezeichnet werden. Keine Gipfelbesteigung noch Hochpässe, es geht durch die schönsten Alpendörfer, vorbei an Alpwiesen im Nationalpark Engadin. Es kann sich zu einer Familien-Wanderwoche gestalten, die ohne Ängste vor gefährlichen Abgründen und Kletterstrapazen erlebt wird.

Die gesamte Strecke beginnt in Lavin und endet in Vinadi.

Am ersten Tag den Teilabschnitt bis Guarda gehen. Wanderzeit etwa 4 Stunden. Der zweite Tag in 3 Stunden nach Ardez. Weiter geht es am nächsten Tag bis Ftan in ebenfalls 3 Stunden und der vierte Tag wird nach 4 Stunden in Sent beendet.

Der 5. Tag wird von Sent nach Tschlin (4 Stunden) geplant und der Zieleinlauf am 6. Tag (auch ca. 3-4 Stunden) ist in Vinadi.

Die Übernachtungsmöglichen können unterwegs auf „gut Glück“ genutzt werden. Es ist aber auch möglich, als zentrale Ausgangsposition den Ort Bad Scoul zu wählen und mit Bahn- und der Post-Busverbindung jeden Tag nach der Etappe zurückkehren.

Die Besonderheiten dieser Tour sind das Dörfchen Vná, das in 1602 m wie ein Schwalbennest am Hang „klebt“, alte Dörfer, Freskenmalerei in Kirchen, unberührte Natur und das meist gute Wetter.

Unabhängig vom Wanderpfad finden Sie hier die passende Wanderausrüstung.