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DIETZENBACH informiert |
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Die Städtepartnerschaft Dietzenbachs mit der nicaraguanischen Stadt Masaya
hat ihren Ursprung in einer Initiative des DGB-Ortskartells Dietzenbach, das
nach dem Sturz des Somoza - Regimes im Jahre 1979 Kontakte zum revolutionären
Nicaragua knüpfte und bereits im folgenden Jahr eine Patenschaft für die Stadt
Masaya übernahm, die als eines der Zentren gegen die Diktatur vom Bürgerkrieg
besonders stark in Mitleidenschaft gezogen worden war. Seither hat die
Gewerkschaftsgruppe, die sich 1981 als eingetragener Verein "Monimbó"
konstituierte (benannt nach einem indianischen Stadtteil Masayas), eine Vielzahl
von Solidaritäts- und Spendenaktionen zum Wiederaufbau des zerstörten und
rückständigen Landes durchgeführt und verschiedene Selbsthilfeprojekte (z.B.
Gesundheitsstation, Ausbildungswerkstatt) ins Leben gerufen, die auch von der
Stadt Dietzenbach seit 1981 regelmäßig mit großzügigen Geldspenden
unterstützt wurden. Die offizielle Verschwisterung zwischen den beiden Städten
wurde dann am 1989 wurde in Masaya mit einem Projekt begonnen, das die Trinkwasserversorgung der Bevölkerung entscheidend verbesserte. Bislang gab es insbesondere in den ärmeren Stadtteilen oft nur eine Wasserentnahmestelle für jeweils etwa 100 Familien. Im Rahmen des Trinkwasserprojekts "Agua para Masaya" konnten bis 1994 in 21 Stadtteilen Masayas sowie in einigen umliegenden Gemeinden fast 2.300 Familien mit Trinkwasserhausanschlüssen versorgt werden, daneben wurden die notwendigen technischen Einrichtungen wie Brunnen, Pumpen, Wasserspeicher usw. erstellt. Die Wasserrohre und Hausanschlüsse wurden aus Projektmitteln finanziert, beim Ausheben der Gräben und dem Verlegen der Rohre arbeitete die Bevölkerung tatkräftig mit. Parallel wurde in diesen Stadtteilen mit einem Hausbauprojekt begonnen, durch das für besonders arme Familien, die zuvor in notdürftigen Behelfsunterkünften leben mussten, mehr als 200 Wohnhäuser in Eigenarbeit errichtet werden konnten. Die aus einem Projektfonds bereitgestellten Kreditmittel für die |
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Der mittelamerikanische Staat Nicaragua hat eine Fläche von 120.254 Quadratkilometer, etwa ein Drittel der Fläche der Bundesrepublik, mit jedoch nur knapp über vier Millionen Einwohnern. Masaya ist mit rund 80.000 Einwohner nach Managua, León und Granada die viertgrößte Stadt Nicaraguas. Masaya liegt 27 Kilometer südöstlich
von der Hauptstadt Managua und ist als
"Stadt der Blumen" und für ihr Kunstgewerbe bekannt - sie beherbergt
den größten Kunstgewerbemarkt des Landes in den neuen Marktanlagen. 60 Prozent
der Bevölkerung arbeiten im Handwerk und neben Managua und León hat nur noch
Masaya nennenswerte Industrie aufzuweisen: Stahl- und Eisenverarbeitung in der
Fabrik INCA mit ca. 700 Beschäftigten und eine Schuhfabrik mit ca. 250 Beschäftigten.
Masaya ist Hauptstadt des gleichnamigen Distrikts, in dem rund 100.000 Menschen
wohnen. Landwirtschaftliche Exportgüter dieser Region sind Kaffee und
Baumwolle, hauptsächlich werden allerdings Grundnahrungsmittel für den
einheimischen Markt angebaut. |
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