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29 Oktober 1991 Mit der 2. Thüringischen
Landesversammlung und der Neuwahl des Landesvorstandes ist der erste Abschnitt des
Aufbaues in Thüringen zu Ende gegangen. Gefragt war die erste Einrichtungen von
Kreisverbänden und der Start der Arbeit eines Landesverbandes sowie die Werbung von
Mitgliedern in den Gebieten außerhalb von Erfurt, Suhl, Eisenach und Weimar. Die
Ausführung des bisherigen Landesvorsitzenden und die Zustimmung und Kritik der Mitglieder
ergaben, dass jetzt eine vorläufige Basis durch gemeinsame Aktivitäten geschaffen ist,
die im zweiten Abschnitt des Aufbaues der Ergänzung, der Erweiterung und der Korrektur
bedarf.
Auch der zweite Abschnitt wird am Ende
noch einige Schwächen zeigen. Was erkannt ist, soll nach sachkundiger Diskussion
korrigiert werden. Und temperamentvolle Debatten ergeben am Ende einen Konsens, da alle
Beteiligten guten Willens sind. Tolerieren wir die gegensätzliche Meinung, auch wenn die
eine oder andere Bemerkung nahe der Entgleisung liegt. Man muss nach der Debatte die
Aufgabe anpacken und zu einer Lösung führen.
Die Position der Koordination
zwischen Hessen und Thüringen entstand aus sichtbaren Schwierigkeiten beim
organisatorischen Aufbau. Ich habe versucht, Erfahrungen aus dem Industrie - Marketing in
den Verbandsaufbau mit einzubringen. Da stellt sich die Überlegung an:
Wie stellt man eine Ware dar.
Wer wirbt für sie vor Ort.
Wie läuft dazu die zentrale
Verkaufsunterstützung.
Wie läuft der "After Sales
Service" ( Kundendienst).
Wie organisiert man zu Punkt 1 -
4 die Zentrale.
Sie sehen daraus, dass noch einiges
fehlt und in der zweiten Aufbaustufe nachgeholt werden muss, weil in der ersten Stufe
nicht genug Erfahrung vorlag und der Zeitraum zu kurz war.
Um den Gedanken EUROPA-UNION an den oder
an die Interessenten zu bringen, bedarf es vor Ort der Mitgliedergruppen oder, erweitert,
der Kreisverbände. Im Berichtsjahr bildeten sich neben den Kreisverbänden in den großen
Städten auch Mitgliedergruppen in Sömmerda, Pößneck und Neuhaus. Hinzu kommen
die ersten Ansätze in Sonneberg, Greiz, Lobenstein, Jena und Gera. Auch Gotha,
Arnstadt und Ilmenau sind zu erwähnen.
Der Landesverband Hessen startete
kürzlich eine Befragung, wer von den Hessischen Kreisverbänden bereits Kontakt nach
Thüringen hat oder solchen sucht. Die vollständige Information wird in Kürze
ausgelistet.
Es bestehen schon einige Verbindungen.
Als erstes Zwischenergebnis für neue Kontakte nenne ich den Wunsch des KV Frankfurt mit
dem KV i.G. Weimar in Verbindung zu treten. Auch Darmstadt sucht eine Partnerstadt. Nennen
Sie Ihre Wünsche, ich werde die Verbindung herstellen.
Im Berichtszeitraum setzte ich mich mit
den verschiedenen Mitgliedern in den östlichen Teilen Thüringens zusammen oder
versuchte, sie brieflich zu erreichen, um einen Informationsfluss von West nach Ost und
einen Informationsaustausch Ost-West und West - Ost in Gang zu bringen. Nachdem jetzt Post
und Telefon funktionieren, zeigen sich die ersten Ergebnisse.
In den Regionalkonferenzen in Hessen (
Sept. 91 ) berichtete Herr Petermann, Herr Halberstadt und auch ich unseren hessischen
Mitgliedern von den erfreulichen thüringischen Erfolgen
Vom Ergebnis des Europäischen
Schulwettbewerbes 90 - dabei waren auch thüringische Preisträger - zeigte die Jury
der Europa-Union Deutschland einen Europäischen Querschnitt. Die Bilder wurden im
Frankfurter Flughafen Hauptgebäude auf der Empore der Abflughalle B ( Ausland)
präsentiert. Die Ausstellung eröffnete der Hessische Kultusminister, der Hessische
Landesvorsitzende der Europa-Union und Frau Schmidbauer vom Europäischen Parlament.
Als ich Anfang 1990 meine Tätigkeit in
Thüringen begann, versuchte ich, zur Unterstützung die Europabeauftragten der Parteien
hinzu zu ziehen. Es gab aber noch keine.
Martin Holzfuß MdEP ( Liberale
Fraktion) rief im November 1990 die an Europa Interessierten aus den Reihen der
F.D.P. Thüringen in Saaldorf zu einem Europaseminar zusammen, wir vom
Hessischen F.D.P. - Landesfachausschuss Europa kamen dazu. Als ich die Anwesenheitsliste
durchging, fiel mir auf, dass alle hessischen Mitstreiter auch Mitglieder und
Funktionsträger der Europa-Union waren. Der größte Teil der thüringer
Seminarteilnehmer trat entweder während des Seminars oder etwas später der Europa-Union
bei.
Im Verlaufe einer meiner letzten Reisen
suchte ich die Landesgeschäftsstellen der CDU, SPD und FDP auf und bat um die Listen der
Europabeauftragten der Kreisverbände. Das Ergebnis stellte ich in der
ADRESSENLISTE THÜRINGEN FÜR DIE
EUROPA-UNION - STAND 01.10.91
zusammen und bitte alle, die Angaben
zu ergänzen oder zu korrigieren. Sie ersehen aus der Spalte "EU - Mitglied",
dass ich bei einigen ein NEIN angegeben habe, obwohl sie bereits Mitglieder sind. Der
Informationsfluss hatte Hacker. Uns allen sind einfach durch Beruf und Familie Zeitgrenzen
im ehrenamtlichen Engagement gesetzt. Bitte nicht ärgern, sondern durch Gegeninformation
sofort abstellen. Die Liste wurde, entsprechend den bisherigen Hinweisen geändert und
läuft unter dem Stichtag 01.11.91.
Um die Anschriften der vielen
vereinzelten Mitglieder, die sich auch bei den verschiedenen Stellen in den ersten Monaten
1990 meldeten, in den Griff zu bekommen, stellte ich für den Landesverband eine zentrale
Liste zusammen. Sie ist Bestand einer Datenbank, die durch Selektion unterschiedlichste
Verwendung finden kann. Sie enthält Begriffe, wie Beitragsnachweis, Eintrittsdatum,
Ausweis - Nr., Zeitungsbezug - Nr. Man kann einzelne Kreisverbände auflisten. Die Liste
steht als PC-Diskette zur Verfügung des Landesverbandes, insbesondere des Schatzmeisters
sowie der Kreisvorstände. Die Datei, geschrieben in SYMPHONY-LOTUS, kann mittels
Transferbefehl auch mit anderen kompatiblen Programmen genutzt werden.
Die Genauigkeit hängt von den
übermittelten Daten ab. Sie sollte zentral vom Landesverband verwaltet werden. Die
Datenbankselektion für die Kreisverbände, gedruckt oder in Diskette, ergeben die
Gegenkontrollen.
Leider nahmen nur zwei Mitglieder am
Organisationsseminar des Generalsekretariates teil. Ich reklamiert sofort nach Erhalt der
Bonner Unterlagen den viel zu kurzen Einladungstermin und die verspätete Zustellung. Mir
sind die Seminarunterlagen zugesagt. Wir können dann an einem thüringischen Ort
Einzelheiten der Organisation im Land und in den Kreisen mit dem Landesvorstand
besprechen.
Von den Informationsämter der EG, des
EP und der Bundesministerien erhalten Sie auf Bestellung verschiedene Broschüren - auch
in größerer Stückzahl - kostenlos und frachtfrei zugesandt. Darüber habe ich eine
Liste verfasst und zu verteilen begonnen. Weitere Exemplare stehen zur Verfügung. Stand
der neuesten Ausgabe ist der 01.01.91, die Liste erhebt nicht den Anspruch, vollständig
zu sein. Sie wird von Zeit zu Zeit in Abstimmung mit den Informationsämtern erneuert. Die
letzte Abstimmung erfolgte mit dem EG-Büro Bonn während der Frankfurter Buchmesse ( Okt.
91).
Weiterhin bat ich das EU -
Generalsekretariat Bonn, den Verteiler der Rundschreiben für Landes - und Kreisverbände
für Thüringen auf Kreisverbände in Gründung und Mitglieder - Anlaufstellen zu
erweitern. Sollte die Zustellung nicht funktionieren oder die Notwendigkeit bestehen, eine
zusätzliche Anschrift dem Verteiler hinzuzufügen, bitte ich um Mitteilung.
Jede Korrespondenz, die ich schriebe
oder erhalte, und jede andere Information gehen in Kopie an den Landesverband Thüringen,
den LV Hessen und das Generalsekretariat in Bonn. Nur mit konsequenter Anfertigung von
Info - Kopien ist der Informationsablauf in der Anlaufphase bei geringst möglichem
Aufwand gegeben. Ist keine Schreibmaschine zur Hand, genügt ein handgeschriebenes Blatt.
Bei der Weitergabe von Nachrichten kommt es nicht auf die Form, sondern auf die
Schnelligkeit an. Wir sind hier unter uns.
Die Gelder für Seminare werden in 1992
knapp, Sparmaßnahmen greifen. Es gibt aber in den Hessischen und Bayerischen
Kreisverbänden einige Mitglieder, die bereits sind, Vorträge über den Aufbau Europas zu
halten. Die Organisation und die Kosten für Räume gehen dann zu Ihren Lasten. Suchen Sie
sich bitte Sponsoren bei Banken, Versicherungen und der neuen Industrie, z.B.
Computerfirmen wie Siemens, IBM etc. Lassen Sie diese ihre Werbebanderole auf Ihre
Einladungen drucken. Aktivieren Sie Volkshochschulen, um Räume zu erhalten.
Die Mitgliedschaft von Landräten,
Kreisbeigeordneten, Land- und Bundestagsabgeordneten, Bürgermeistern, ja auch Städten
und Gemeinden kann hilfreich sein. Werben Sie Firmen als Mitglieder.
Für Spenden stellt der
Landesschatzmeister den Sponsoren Spendenquittungen gemäß geltendem Steuerrecht aus.
Auch Ihr Einsatz mit Porti, km-Geld und sonstigen belegbaren Ausgaben aus Ihrer privaten
Tasche, Tagesaufenthalte am fremden Ort ( gegen vorgedruckten Reisekostenabrechnung und
Belege) kann beim Landesschatzmeister am Jahresende eingereicht werden. Sie erhalten
dafür eine Spendenquittung, die Sie mit Ihrer Steuererklärung einreichen. Die Beträge
werden bei Aufstellung Ihrer Steuererklärung vom Brutto abgezogen. Nur die verbleibende
Summe ist zu versteuern.
Im Rahmen der mir gegebenen Zeit will
ich Sie gerne weiter informieren, Ihnen für Ihre Arbeit Tipps geben. In einem nächsten
Bericht trage ich Ihnen einige Veranstaltungen vor, die Sie in ähnlicher Form bei Ihnen
in der Stadt oder der Gemeinde durchziehen können, welche Geldquellen wir dazu
angestochen haben und was uns sonst widerfahren ist.
Nochmals meine Anschrift
Landesverband Hessen
Koordination Hessen - Thüringen
Hans-Jochen Becker
Postfach 1211 - 8067 Dietzenbach
Tel: (d) 0611 - 79 02 26 *** (p) 06074 - 4 14 14
Hajo Becker
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